159. Jahresfest der Diakonissenanstalt Stuttgart



Viele Blicke zum Himmel fielen an Himmelfahrt dieses Jahres besorgt aus – dunkle Wolken türmten sich dort. Doch alle Sorgen waren umsonst, das Wetter blieb den ganzen Tag trocken und mild und sogar ein paar Sonnenstrahlen ließen sich blicken. Dementsprechend bunt und fröhlich feierte die Evangelische Diakonissenanstalt Stuttgart an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai 2013, ihr 159. Jahresfest mit Hunderten von Gästen.

Das Jahresfest begann um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche Stuttgart. Die Predigt hielt Prälat Ulrich Mack, den Jahresbericht Direktor Pfarrer Ralf Horndasch (beides nachzulesen in der Sonderbeilage zum Jahresfest). Sehr schön war die musikalische Gestaltung des Paul-Gerhardt-Kammerorchester Stuttgart, des Paul-Gerhardt-Chores und des Chores der Diakonissenkirche. Wunderschön waren die Auszüge aus dem Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Am Nachmittag bot das Mutterhaus der Diakonissenanstalt ein buntes Programm für Jung und Alt. Ab 12 Uhr gab es leckere hausgemachte Maultaschen und ab 13 Uhr Spiel, Spaß und Begegnung für alle Altersgruppen. So luden kreative Angebote zum Beispiel zum Filzen von Blumen ein, für die Kinder gab es eine Spielstraße der Kindertagesstätte und in den Cafés und der alkoholfreien Cocktailbar viele Gelegenheiten zur Begegnung und zum Austausch.

Ab 14 Uhr lud die „Wilde Bühne“ zum Improvisationstheater ein. Sie ist vom Geheimtipp in der Kleinkunstszene längst zum Kulturereignis avanciert. Ungeprobt, unvorhersehbar – jede Szene war eine Premiere, bei der die Zuschauer Regie führten, indem sie per Zuruf Vorgaben wie Ort, Titel oder Hauptdarsteller machten. So entstanden einzigartige Geschichten – von ergreifenden Tragödien bis hin zu komischen Opern.

Um 16 Uhr starteten Luftballone in den bedeckten Himmel. Manche waren zu träge zum Aufsteigen – ihnen gefiel der Mutterhausgarten wohl zu gut.

Den Abschluss des Festes bildete um 16.30 Uhr ein fulminantes klassisches Konzert mit dem Paul-Gerhardt-Kammerorchester unter der Leitung von Ulrich Mangold in der Mutterhauskirche: „Das Schönste aus den letzten Jahren“. Als Hauptwerk war das Klarinettenkonzert in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören, mit der Solistin Uschi Dahlhausen.

Nach allem, was zu hören war von Gästen und Mitarbeitenden, war es ein schönes Fest.

„Innen und Außen“ Werke des Bildhauers Rüdiger Schwenk im Mutterhaus der Diakonissenanstalt


In der Ausstellung „Innen und Außen“ zeigt der Bildhauer Rüdiger Schwenk im Mutterhaus der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart, Rosenbergstraße 40, vom 18. Februar bis zum 19. April 2013 Kunstwerke in Marmor, Mooreiche und Bronze, in denen sich Kraft, Zartheit und Schönheit wiederfinden. Die eindrückliche Ausstellung ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag bis Freitag ganztags von 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag von 9.00 bis 12 Uhr und Sonntag 9.30 bis 11.15 Uhr (vor/nach dem Gottesdienst).

Am Dienstag, 19. März gibt es um 18 Uhr, gibt es die Möglichkeit für Austausch und Begegnung mit dem Künstler. Der Eintritt ist frei.

Die Schönheit von Schwenks Werken ist nicht oberflächlich, sondern spricht den Betrachter direkt an und berührt ihn emotional. Die Skulpturen weisen ein weites Spektrum auf. Insbesondere fasziniert Schwenk die menschliche Gestalt in all ihren Facetten – so stellte er zum Beispiel Menschen sowohl realistisch als auch abstrakt dar. Dann wieder überträgt er Formen aus der Natur in ihrer Klarheit und Ruhe in seine Skulpturen. Immer wieder lädt Rüdiger Schwenk den Betrachter ein, im „Innen und Außen“ Neues zu entdecken.

Rüdiger Schwenk wurde 1961 geboren, lebt und arbeitet in Laichingen. Nach dem Abitur absolvierte er eine Steinbildhauerlehre und verbrachte Jahre des Eigenstudiums in Kunstgeschichte und Techniken der Formgestaltung. Seit dem Jahr 2007 stellt Rüdiger Schwenk regelmäßig bundesweit aus und nimmt Auftragsarbeiten an.

Pfarrer Ralf Horndasch ist neuer Direktor


Am Sonntag, den 17. Februar 2013, um 10 Uhr wurde Pfarrer Ralf Horndasch in einem feierlichen Gottesdienst in der Diakonissenkirche eingeführt. Prälat Ulrich Mack, der zugleich Stiftungsratsvorsitzender der Evangelischen Diakonissenanstalt ist, gestaltete die Investitur. Ansprachen und Grußworte hielten unter anderem der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg, Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, der Dekan im Kirchenkreis Stuttgart, Klaus Käpplinger, sowie die Sozialbürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Isabel Fezer.
Festlich umrahmt wurde der Gottesdienst durch Musik für Orgel und Saxophon und Chorgesang des Paul-Gerhardt-Chors und Chor der Diakonissenkirche.


Ralf Horndasch wurde am 10. November 2012 in das Amt des Direktors gewählt. Pfarrer Horndasch tritt die Nachfolge von Dr. Gottfried Claß an, der zum 31. Dezember 2011 aus seinem Amt ausgeschieden war.

Pfarrer Ralf Horndasch wurde am 26. September 1960 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen und Bern war er Vikar in Ludwigsburg-Oßweil, im 1. Pfarramt der Erlöserkirche in Ludwigsburg und im Sondervikariat Seelsorge an der Klinik am Eichert in Göppingen. Während dieser Zeit absolvierte Horndasch eine Klinische Seelsorge-Ausbildung.
Von 1993 bis 2004 war er Geschäftsführender Pfarrer der Wolfbuschgemeinde in Stuttgart-Weilimdorf. Seit 2004 war er tätig als Klinikseelsorger im Diakonie-Klinikum Stuttgart.
Horndasch absolvierte zahlreiche Fort- und Weiterbildungen im Bereich der Seelsorge. So ist er Supervisor der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie und Kursleiter in der pastoralpsychologischen Weiterbildung der Klinischen-Seelsorge-Ausbildung (KSA).
Neben der Mitarbeit am Seminar für Seelsorgefortbildung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg engagierte er sich in den vergangenen Jahren auch in der Notfallseelsorge Stuttgart, die er im Jahr 2001 mit aufbaute und die er noch heute supervisorisch begleitet.
Er ist verheiratet und hat drei Söhne.

Dem Vorstand der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart gehören außerdem Oberin Carmen Treffinger und Verwaltungsdirektor Thomas Mayer an.


Führungswechsel in der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart


Foto v.l.n.r.: Verwaltungsdirektor Thomas Mayer, Verwaltungsdirektor i. R. Volker Geißel, Geschäftsführer Florian Bommas

Herr Volker Geißel (65), der zwei Jahrzehnte lang Verwaltungsdirektor der Evangeli-schen Diakonissenanstalt war, ist zum 30. Juni 2012 in den Ruhestand gegangen. Der bisherige langjährige Assistent von Volker Geißel, Herr Thomas Mayer (42), wird sein Nachfolger.
Mit dem Führungswechsel wird zugleich eine Änderung der Geschäftsstrukturen umgesetzt. Herr Florian Bommas (46) wird Geschäftsführer der im März gegründeten „Diak Altenhilfe Stuttgart gemeinnützige GmbH“.

Thomas Mayer war seit dem Jahr 2000 als Assistent bei seinem Vorgänger Herrn Volker Geißel tätig und seit 2007 stellvertretender Verwaltungsdirektor. Der diplo-mierte Volkswirt kennt die Strukturen der Diakonissenanstalt sehr genau. Florian Bommas, studierter Diplom Ökonom,  war zuvor sechs Jahre lang als Geschäftsführer der Diak-Altenhilfe in Schwäbisch Hall tätig.

Seit 1992, also 20 Jahre lang, war Volker Geißel als Verwaltungsdirektor aktiv. Unter seiner Verantwortung wurden viele zukunftsweisende Vorhaben für die Diakonissen-anstalt realisiert. Beispielsweise die Schaffung von Einrichtungen des Betreuten Wohnens auf dem Areal des Mutterhauses, die Erweiterung des Pflegezentrums Bethanien um den gerontopsychiatrischen Fachbereich, die Gründung des Diakonie-Klinikum Stuttgart GmbH als Zusammenschluss des Diakonissenkrankenhauses und der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe sowie die Gründung des Evangelischen Bildungszentrums für Gesundheitsberufe.

Sein Nachfolger Thomas Mayer trifft auf veränderte Strukturen. Mit der Ausgliede-rung der Altenhilfe in eine eigenständige Gesellschaft verändert sich das Aufgabenfeld des Verwaltungsdirektors der Diakonissenanstalt. Es wird unter anderem darum gehen, das Mutterhaus als geistliches Zentrum im Unternehmensverbund zu erhalten, weiterzuentwickeln und mit attraktiven Angeboten auch nach außen zu öffnen.

Den Bereich der Altenhilfe verantwortet der neue Geschäftsführer Florian Bommas. Zu der am 15. März 2012 gegründeten „Diak Altenhilfe Stuttgart gemeinnützige GmbH“ gehören zukünftig die Betriebsführung des Pflegezentrums Bethanien in Möhringen und des Friederike-Fliedner-Hauses des Mutterhauses sowie nach Fertigstellung die Betriebsträgerschaft für das derzeit im Bau befindliche Pflegeheim im Paulinenpark.
Die Zuordnung der Altenhilfe-Arbeit in einen rechtlich eigenständigen, auf diese Auf-gabe konzentrierten Geschäftsbereich schafft mehr Eindeutigkeit und Transparenz nach innen und außen. Es erleichtert damit auch die Umsetzung und Finanzierung anstehender Projekte - an erster Stelle die Sanierung oder den Neubau des Pflegezentrums Bethanien. Der Grundsatz „Kompetenz vor Ort – Verantwortung vor Ort“ wird damit unterstützt.

Stabwechsel im Stiftungsrat



Im Rahmen des Gottesdienstes zum 158. Jahresfest der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart in der Stiftskirche an Himmelfahrt, 17. Mai 2012 hat Prälat i. R. Gerhard Röckle seinen Vorsitz im Stiftungsrat an Prälat Ulrich Mack übergeben. Der Stiftungsrat hatte in seiner Sitzung vom 7. Mai 2012 Prälat Mack zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Seit 1999, also 13 Jahre, übte Gerhard Röckle, Prälat i. R., das Amt des Stiftungsratsvorsitzenden mit großem Engagement und großer Weitsicht aus. Unter seinem Vorsitz wurden viele zukunftsweisende Vorhaben für die Diakonissenanstalt realisiert. So zum Beispiel die Einweihung von Einrichtungen des Betreuten Wohnens für Diakonissen auf dem Areal des Mutterhauses, die Erweiterung des Pflegezentrums Bethanien um den gerontopsychiatrischen Fachbereich, die Gründung und Inbetriebnahme des Diakonie-Klinikum Stuttgart GmbH als Zusammenschluss des Diakonissenkrankenhauses und der Orthopädischen Klinik Paulinenhilfe sowie die Gründung des Evangelischen Bildungszentrums für Gesundheitsberufe.
Gerhard Röckle, der 1933 geboren wurde, gibt den Vorsitz im Stiftungsrat aus Altersgründen auf. Er freut sich darauf, zukünftig mehr Zeit für seine Familie haben zu können. „Ich bin überzeugt, dass meine Frau und unsere neun Enkel mir helfen werden, dass ich nicht die meiste Zeit in der Hängematte verbringe“, so Röckle humorvoll in seiner Abschiedsrede in der Stiftskirche.
Er freut sich, dass die alte Tradition in der Diakonissenanstalt nun bereits zum zwölften Mal fortgesetzt wird: dass der Stuttgarter Prälat zugleich auch Vorsitzender im Stiftungsrat der Diakonissenanstalt ist. Diese Tradition begann bei der Gründung der Stiftung vor 158 Jahren mit dem Stuttgarter Prälaten Sixt Karl von Kapff und wird mit Ulrich Mack fortgeführt.
Ulrich Mack wurde 1951 in Heidenheim an der Brenz geboren. Er besuchte die Evangelisch-theologischen Seminare in Maulbronn und Blaubeuren und studierte in Tübingen, Heidelberg und Hamburg Evangelische Theologie. Nach verschiedenen Stationen als Gemeindepfarrer wurde er 1998 Dekan des Kirchenbezirks Freudenstadt. Seit Februar 2006 ist er Prälat in Stuttgart und für 625.000 Gemeindemitglieder zuständig.
Ulrich Mack ist seit Juli 2006 Mitglied im Stiftungsrat der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart. Er freut sich auf seine neue Aufgabe und die Mitgestaltung der Zukunftsfähigkeit der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart.