"Auf der Schattenseite des Lebens – da, wo das Licht rot ist …" Auf dem blauen Sofa im Gespräch mit Wilbirg Rossrucker, Sozialarbeiterin

Als Gast "Auf dem Blauen Sofa" begrüßt Pfarrer Ralf Horndasch am Dienstag, 19. November 2019, um 18 Uhr zu dem Thema: "Auf der Schattenseite des Lebens – da, wo das Licht rot ist …" die Sozialarbeiterin Wilbirg Rossrucker in der Rosenbergstraße 40. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei.

"Lass dein Licht scheinen …" – ausgehend vom Jahresthema der Schwesternschaft der Evangelischen Diakonissenanstalt Stuttgart, lädt Pfarrer Ralf Horndasch interessante Gesprächspartner auf das "Blaue Sofa" in der Diakonissenanstalt ein.

Horndasch möchte mit Rossrucker ins Gespräch kommen über das HoffnungsHaus Stuttgart und hören, wie dort die Begleitung und Unterstützung von Frauen aussieht, die als Prostituierte arbeiten.

Der Ausgangspunkt des HoffnungsHauses

Im Raum Stuttgart gehen schätzungsweise etwa 4.000 Frauen und 300 Männer der Prostitution nach. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind teilweise katastrophal und menschenunwürdig. Gewalt ist an der Tagesordnung. Die meisten Frauen haben keine Perspektive für ihr Leben. Es gilt, ihnen Würde und Anerkennung zu vermitteln, Wege aus der Krise zu zeigen und sie dabei zu begleiten.
Diese Aufgabe hat sich das HoffnungsHaus in Stuttgart gestellt, das von Träger dem Bildungs- und Sozialwerk Aktion Hoffnungsland gGmbH getragen wird – eine gemeinnützige Gesellschaft des Evangelischen Gemeinschaftsverbands Württemberg e.V., die Apis, die gefördert wird durch die Stiftung für christliche Wertebildung - WERTESTARTER*.
Wichtig ist den Aktiven die Vernetzung mit  den bereits im Stadtteil Aktiven, wie dem  Café "La Strada"/Café "Strich-Punkt". Die Angebote im HoffnungsHaus werden Ergänzung und Abstimmung mit ihnen gestaltet.

Das Angebot des Hoffnungshauses

Mitten im Rotlichtmilieu der Altstadt in Stuttgart veränderte der Träger die bisherige einschlägige Nutzung eines denkmalgeschützten Hauses in einen Wohn- und Begegnungsraum für Menschen, die sich seit Ende 2016 gemeinsam für die Prostituierten einsetzen.
Im Wohnbereich sind mehrere Wohnungen und Wohngemeinschaften für ehrenamtliche Mitarbeiter. Gemeinsam mit im Haus lebenden Sozialarbeiterinnen besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote mitzugestalten.

Begegnungsraum im Erdgeschoss

Im Erdgeschoss besteht ein Begegnungsraum für unterschiedlichste Angebote. Mehrmals in der Woche öffnen sich die Türen für die Prostituierten, um ihnen einen Raum ohne äußere Erwartungen zu ermöglichen – wie ein „erweitertes Wohnzimmer“. Dies geschieht in Abstimmung mit dem bereits bestehenden Café „La Strada“ und dem Café „Strich-Punkt”. Es finden hierzu regelmäßige Kooperationstreffen mit den vier Trägern der Stuttgarter Anlaufstelle für männliche und weibliche Prostituierte statt (Gesundheitsamt Stadt Stuttgart, Caritasverband für Stuttgart e.V., AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. und Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V.).