Singen hilft - Ein Wort für Sie

Ich finde, das kann man jetzt so schön sehen, wenn man die vielen Videos aus den italienischen Städten ansieht, in denen Menschen von Balkonen und Fenstern singen. Sie singen miteinander. Sie singen sich Mut und Lebensfreude zu. Sie singen an gegen die Angst und die Isolation in den Zeiten des Coronavirus.

Dass Singen hilft, wissen Menschen schon seit alter Zeit. In der Bibel wird eindrucksvoll berichtet, wie der junge David den bösen Geist, der König Saul immer wieder ergriff, mit seiner Musik vertrieben hat.

Und Martin Luther stellt in seinen Tischreden fest: „Der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musica. Der Teufel erharret ihrer nicht. Die Noten machen den Text lebendig. Sie verjagt den Geist der Traurigkeit, wie man am Könige Saul siehet.“

Den Geist der Traurigkeit verjagen sollten wir auch heute.
Denn in allem, was geschieht, wissen wir uns in Gottes Hand geborgen.

Deshalb möchte ich Sie einladen zu singen, sich an die Lieder zu erinnern, die wir haben – an alte und moderne Lieder, die der Seele gut tun und die die Angst vertreiben können.

An eines dieser Lieder möchte ich Sie heute erinnern. Es stammt von Philipp Spitta aus dem Jahre 1833: „Ich steh in meines Herren Hand“ (EG 374). Hier die erste und die letzte Strophe dieses Liedes:

Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben;
nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben.
Und wenn zerfällt die ganze Welt, wer sich an ihn und wen er hält,
wird wohlbehalten bleiben.

Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen,
dass nichts mich seiner starken Hand, soll je und je entreißen.
Was er verspricht, das bricht er nicht; er bleibet meine Zuversicht,
ich will ihn ewig preisen.

Singen hilft – dass Sie das entdecken und erfahren, wünsche ich Ihnen!

Bleiben Sie von Gott behütet,

Ihr

Ralf Horndasch