Barmherzigkeit: Neue Ausgabe der "Blätter"

Unsere Frühjahrsausgabe der "Blätter" ist erschienen. Versprochen: Es soll nicht nur um Corona gehen! Zugegeben, das ist ein nicht ganz einfaches Versprechen. Denn Sie, wie uns, beschäftigen die Fragen rund um diese Pandemie nach wie vor. Auch darüber sollen Sie in diesem Heft erfahren. Im Mittelpunkt des Heftes steht der Begriff der Barmherzigkeit – er bildet den diesmaligen Themenschwerpunkt.

Blätter 1/2021 zum Download als PDF hier ...

 

Liebe Leser:innen,

wir sind mitten im Jahr 2021 und Sie halten die erste Ausgabe unserer „Blätter aus dem Diakonissenhaus“ in Händen. Und versprochen: Es soll nicht nur um Corona gehen! Zugegeben, das ist ein nicht ganz einfaches Versprechen. Denn Sie, wie uns, beschäftigen die Fragen rund um diese Pandemie nach wie vor. Auch darüber sollen Sie in diesem Heft erfahren.

Doch im Mittelpunkt steht der Begriff der Barmherzigkeit. Angestoßen wurde unser Nachdenken von den Worten der diesjährigen Jahreslosung:

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ (Lukas 6,36)

Wir haben uns gefragt, ob das Wort Barmherzigkeit nicht den Kern dessen trifft, was diakonisches Handeln ausmacht. Ist Barmherzigkeit und Diakonie vielleicht sogar ein und dasselbe?

Mit hineinnehmen möchte ich Sie in das Nachdenken darüber, was Barmherzigkeit ist. Überlegen Sie: Was könnte es denn heißen, barmherzig mit mir selbst zu sein? Ich bin manches Mal sehr selbstkritisch mit mir selbst. Fehler kreide ich mir an. Wo ich etwas vergesse, ärgere ich mich. Und ich beobachte, dass ich anderen gegenüber immer wieder viel mehr Verständnis aufbringe als mir selbst gegenüber. Für andere Menschen habe ich meist einen barmherzigen Blick, kann verzeihen, verstehe die Beweggründe für das Handeln meines Gegenübers. Und was könnte es heißen, mit mir selbst auch barmherzig zu sein? 

Für mich ist Barmherzigkeit die Haltung „ein Herz für die Unglücklichen haben“. Und genau das wäre doch eine schöne Vorstellung, ein Herz für die schwachen, unglücklichen Seiten in mir zu haben, mich selber besser zu verstehen, immer wieder auch gut zu mir selbst zu sein. Mein kleines hilfsbedürftiges Ich gewissermaßen in den Arm zu nehmen und ihm zu sagen: Es ist gut, du bist gewollt, du bist kostbar. Auch und gerade dann, wenn du klein, hilfsbedürftig und schwach bist. Das reicht natürlich nicht, wenn ich das nur einmal tue oder mir sage. Das muss ich üben, barmherzig mit mir selbst zu sein.

Menschen, die sich selbst so barmherzig annehmen, können auch anderen gegenüber barmherzig sein.

Auf eine Besonderheit dieser Ausgabe der Blätter möchte ich Sie noch besonders hinweisen:

Sie finden in ihr erstmals einen Jahresbericht. So bekommen Sie Einblicke in das, was uns im Gesamtwerk – der Evangelischen Diakonissenanstalt, der Diak Altenhilfe und dem Diakonie-Klinikum – im vergangenen Jahr bewegt hat. Diese Idee verdanken wir ein Stück weit der Corona-Pandemie, denn einen Jahresbericht gab es sonst immer in der Festversammlung beim Jahresfest.

Nun wünsche ich Ihnen viele gute Entdeckungen in diesem Heft.

Bleiben Sie behütet an Leib und Seele!

Ihr

Pfarrer Ralf Horndasch

Auf eine Besonderheit dieser Ausgabe der Blätter möchten wir Sie noch besonders hinweisen: Sie finden in ihr erstmals einen Jahresbericht. So bekommen Sie Einblicke in das, was uns im Gesamtwerk – der Evangelischen Diakonissenanstalt, der Diak Altenhilfe und dem Diakonie-Klinikum – im vergangenen Jahr bewegt hat. 

Blätter 1/2021 als PDF zum Download als PDF hier ...