Zaubervolles Konzert mit LIV SOLVEIG

Eine Violine, ein Cello, eine Gitarre, eine „Loopstation“ und eine gefühlvolle, sich einschmeichelnde, manchmal fast kindlich klare Stimme. Dies sind die Zutaten eines zaubervollen Konzertes, das rund 90 Besucherinnen und Besucher an einem Samstagabend mitten im März des Jahres 2019 in der Diakonissenkirche erleben durften.
Diese Zutaten vermengt die bezaubernde Liv Solveig Wagner alias Liv zusammen mit ihrem Musiker-Kollegen Ladislav Cinzek alias Ladis am Cello zu gefühlvoller Musik, die die Zuhörerinnen und Zuhörer berührt.

Mit reinem Songwriting hat die Arbeit der Musikerin mit deutsch-norwegischen Wurzeln nicht viel gemein. Sie schreibt, dichtet, arrangiert, dirigiert, baut Songs, die Bestand haben und gerade durch ihre Komplexität und Schönheit umso mehr ins Herz rutschen.
Zusammen mit Ladis geht sie an diesem Abend über das Bekannte hinaus. In der Woche vor dem Konzert war Liv erkältet, es war wenig Gelegenheit zum miteinander Üben. So bekommen nun instrumentale Improvisationen am Cello, der Violine und der Gitarre ihren Raum und entfalten eine ganz eigene Kraft. Es ist zu hören – da spielen zwei, die eingeschwungen sind aufeinander und ihre Musik. Ohne Absprachen, mit kleinen Zeichen gelingen große musikalische Momente. Die Zuhörerinnen und Zuhörer sitzen da und staunen.

Dazu kommt die unverbrauchte Art der Künstlerin. „In Berlin bin ich mit dicker Jacke in den Zug gestiegen und whow, ich steige in Stuttgart aus und ihr habt den Frühling.“  Oder „Wie habe ich meine Violine vermisst in der letzten Woche“ erzählt Liv. Mit solchen Sätzen schafft Liv Nähe zum Publikum, öffnet die Herzen und Ohren.

Urbane und zugleich folkig pulsierende Musik versetzen mal an ein skandinavisches Kaminfeuer, dann wieder in eine unruhige, schmerzlich anziehende Großstadt. Viel zu schnell müssen sich die Besucherinnen und Besucher trennen von diesem ganz eigenen Sound der Liv Solveig.

Birte Stährmann